Floorball: Chemnitz erteilt Bonn eine Lehrstunde

Foto: Ch. Döge

Im ersten Heimspiel des Jahres in der Floorball-Bundesliga hat es für die SSF Dragons Bonn eine deftige 4:12-Niederlage gegen Chemnitz gesetzt.

Wie schon im Hinspiel erwischte Bonn keinen guten Start und lag schnell mit zwei Toren hinten. Nach zehn verschlafenen Minuten aber regten sich die Drachen: Weißkirchen verkürzte erst per Schlenzer und glich dann kurz vor Drittelende mit einem satten Schuss aus. Den zwischenzeitlichen Ausgleich hatten sich die Bonner verdient – mit einer starken Phase, in der sie nicht nur hart und konzentriert verteidigten, sondern auch immer wieder gefährlich vor dem Chemnitzer Tor auftauchten. „Ich denke teilweise können wir mit unserer Leistung sehr zufrieden sein. Die Hälfte des Spiels standen wir defensiv recht gut und haben offensiv immer wieder Akzente gesetzt“, findet Offensiv-Akteur Lucas Grünewald.

Auch zu Beginn des zweiten Drittels spielte Bonn munter mit, erzwang eine Strafe. Doch die Überzahl blieb ungenutzt, stattdessen waren es die Gäste, die trafen. Mit einem Doppelschlag stellten sie die alte Führung wieder her. Spannend blieb es dann trotzdem noch eine Weile, weil Kai Willems und Lucas Grünewald einen Konter mustergültig ausspielten und letzterer zum 3:4 einschob.

Dieses Kontertor sollte aber gewissermaßen der letzte Lichtblick für die Bonner sein: Es folgten sechs Gegentore am Stück, das Spiel war entscheiden. „Wir haben eigentlich gut in die Partie gefunden und die ersten 30 Minuten auf Augenhöhe gestalten können. Warum wir danach eingebrochen sind kann ich leider nicht genau sagen, vielleicht ist das ein mentales Problem“, grübelt Grünewald. Zwar durfte sich Safak Temel noch einmal über seinen Treffer zum 4:10 freuen, doch nach dem Schlusspfiff war die Stimmung bei Bonn eher bedrückt. „Natürlich waren wir etwas frustriert aufgrund der doch relativ deutlichen Niederlage, das ist aber schnell verflogen. Chemnitz ist eins der Top Teams der Liga und keins gegen das wir unbedingt Punkten müssen“, so Grünewald.

Johan Gallwitz

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