Floorball: 1. Herrenmannschaft in den Playoffs

Foto: I. Furch
Frühlingsgefühle? Es prickelt, wir sind heiß, wir haben Schmetterlinge im Bauch – die Playoffs gehen los. Am Samstag fährt der Bus der Dragons nach Leipzig, zum ersten Spiel der Best-of-three-Serie gegen den DHfK.

Vor zwei Jahren schied Bonn im Halbfinale gegen Leipzig sang- und klanglos nach zwei Spielen aus. Die Geschichte wird sich nicht wiederholen – glaubt Spielmacher Florian Weißkirchen: „Wir sind ungefähr die gleiche Mannschaft wie vor zwei Jahren, nur dass wir alle zwei Jahre mehr Erfahrung vorweisen können. Außerdem haben wir einen starken Tschechen (Jan Kolisko) und einen starken Safak (Temel) dazubekommen.“ Der 20-Jährige gibt sich vor der Auftaktpartie in Sachsen also optimistisch, weiß aber auch, dass die personelle Aufstockung den Braten noch nicht fett macht. „Unsere Chancenverwertung muss besser werden und wir müssen selbstbewusster auftreten“ präsentiert Offensiv-Chefkoch Weißkirchen sein Rezept für den Finaleinzug.

Während die Spieler auf die Playoffs brennen, lodert auch bei Trainer Mathis Janesch eine Flamme der Vorfreude: „Das Besondere ist, dass die Saison egal ist. Entscheidend sind nur noch die direkten Spiele nach dem Prinzip Team gegen Team.“ Das sorge für eine besondere Atmosphäre, für eine besondere Stimmung in der Mannschaft.

Doch nicht nur Emotionen, auch ein sportlich kühler Kopf für die Analyse ist entscheidend. „Leipzig spielt traditionell immer sehr körperbetont, was uns regelmäßig vor Probleme gestellt hat. Wir gehen davon aus, dass uns dieser Stil auch in dieser Serie wieder erwartet“, blickt Janesch auf den Gegner.
Der Ost-Club beendete die Speilzeit in der Süd-Ost-Staffel auf Rang zwei, war hinter Dominator Schriesheim „best oft he rest“. Dabei fiel vor allem bei den letzte Spieltagen der Saison die minimalistische Kaderbesetzung des SC DHfK auf: Oft waren weniger als 10 Mann dabei, was den Grün-Weißen unter anderem eine herbe Niederlage gegen den Tabellensiebten SCS Berlin einbrachte. Unterschätzen sollte Bonn den Gegner aber keinesfalls. Mit Paul Siegemund hat Leipzig einen eiskalten Knipser in seinen Reihen, dessen 30 Tore in der Hauptrunde eine deutliche Sprache sprechen.

Johan Gallwitz

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