Floorball: Auswärtsspiel der 1. Herrenmannschaft in Hannover

Jan Kolisko (Foto: I. Furch)

Wie auch der große Bruder aus dem Fußball steckt Hannover 96 im unteren Teil der Tabelle fest. Am Samstag reisen die Dragons Bonn zum Schlusslicht der 2. Floorball-Bundesliga.
Sollten sich die Bonner auf dem Weg in die Landeshauptstadt Niedersachsens verlaufen, können sie einfach nach einer roten Laterne Ausschau halten. Die nämlich haben die Hannoveraner seit Spieltag eins gepachtet.

Vor Hochmut sei aber gewarnt. Auswärts bei Hannover tun sich die Bonner traditionell schwer, das Rückspiel der vergangenen Saison ging nach Verlängerung verloren. Mut macht dagegen das Hinspiel der aktuellen Spielzeit: Mit 20:4 fegte Bonn die Gäste da aus der Halle. So einfach wird es beim Wiedersehen an der Leine vermutlich nicht: „Zuhause werden sie sich nicht so abschießen lassen. Im Hinspiel haben wir uns das Ergebnis über 60 Minuten sehr konzentriert erarbeitet“, glaubt Trainer Mathis Janesch vor der Partie.

Gefahr strahlt bei den Gastgebern vor allem ein Mann aus: Benedikt Stubbe. Mit 15 Toren und 13 Vorlagen trägt er die 96-Offensive fast alleine auf seinen Schultern. Hat die Dragons-Defensive ihn im Griff, hat sie Hannover im Griff. Für Janesch ist angesichts der Tabellensituation klar: „Die Devise muss sein, dass auch das Verhindern von Toren zur Tordifferenz beiträgt.“

Zwei Spieltage vor Schluss nämlich darf der Blick auf das Tableau nicht fehlen. Dort grüßen die Dragons von der Spitze, punktgleich mit den zweitplatzierten Bremern. Die beiden Teams trennt nur die Tordifferenz, die bei Bonn um 14 Tore besser ist als bei Eiche Horn. „Die bessere Ausgangsposition für Platz eins haben eindeutig wir, da Bremen in den zwei offenen Spielen noch nach Ebersgöns muss, was erfahrungsgemäß kein einfaches Spiel ist, um die Tordifferenz aufzubessern“, sagt Janesch. Klar ist aber: Die beiden Partien gegen Hannover und Roxel muss Bonn gewinnen.

Johan Gallwitz

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