Floorball: Bonn verbrennt sich an den Red Devils Wernigerode

Lukas Lüke (Bildmitte) (Foto: Ch. Döge)

Mit 2:7 haben die Floorballer der SSF Dragons in der Bundesliga erneut eine deutliche Niederlage einstecken müssen.

Von dem Fehlstart der Wernigeröder war im Spiel gegen Bonn nichts zu spüren: Mit viel Tempo und Elan starteten die Gastgeber ins Spiel. Bonn war wie immer defensiv sehr bemüht, kämpfte leidenschaftlich gegen das Offensiv-Feuer der Red-Devils an. Allerdings bereitete die hohe individuelle Klasse des Gegners den Bonnern immer wieder große Probleme. Vor allem die beiden finnischen Importe Joonas Poutanen und Viktor Niemi sorgten in der Bonner Hälfte für Wirbel. Niemi war es dann auch, der mit seiner Vorlage das 0:1 einleitete, kurz darauf assistierte er auch das 0:2. Mit diesem Stand ging es in das zweite Drittel, in dem sich Bonn etwas fing und auch begann, offensiv Akzente zu setzen. Die aber blieben zunächst ergebnislos: „Wir müssen üben, unsere Chancen zu nutzen, wenn wir frei auf den Torhüter zulaufen. Wir hatten im Endeffekt fast gleich viele Möglichkeiten wie Wernigerode, nur haben die sie eben genutzt“, sagt Abwehr-Chef Lukas Lüke nach dem Spiel.

Statt des Anschlusses fiel trotz der starken Phase der Bonner das 0:3 durch einen Penalty, wobei die Entscheidung auf Strafstoß durchaus Spielraum für Diskussionen bot. Davon ließ Bonn sich aber nicht unterkriegen und lieferte sich mit den Gastgebern im Mitteldrittel einen offenen Schlagabtausch. Immer wieder scheiterten die Dragons allerdings an Linus Nilsson, dem Teufelskerl im Tor der Red Devils. „Ich weiß nicht ob der immer so hält, oder einfach einen Sahnetag hatte“, zeigte sich auch Lüke beeindruckt. Nach einem weiteren Gegentreffer überwanden die Dragons Nilsson kurz vor Ende des Mittelabschnitts dann aber doch noch: Niklas Berens schlenzte den Ball unhaltbar zum 1:4 unter die Latte.

Es hätte der Auftakt einer Aufholjagd werden können, doch die Hoffnung auf eine solche wurde im Keim erstickt. Mit zwei Treffern zu Beginn des letzten Drittels entschied Wernigerode die Partie, das Aufbäumen der Bonner verlor sich in Hektik: „Wir müssen bei Rückstand geduldiger bleiben und dürfen nicht in Aktionismus verfallen“, findet auch Lüke.

Immerhin durften sich die Bonner nach dem zwischenzeitlichen 1:7 noch über einen Ehrentreffer durch Safak Temel freuen, doch durch die Niederlage rutschen sie auf den vorletzten Tabellenplatz ab. Beunruhigend ist das angesichts der bisherigen Gegner eigentlich nicht, etwas Unsicherheit macht sich trotzdem breit: „Ich könnte jetzt sagen, dass es nicht so ist, aber das wäre falsch. Natürlich ist das nach zwei solchen Spielen, in denen man phasenweise das Gefühl hatte, dass man chancenlos ist, der Fall. Wir müssen aber weiter an unser System glauben und in diesem Liga-Modus ist es eher entscheidend, dass man am Ende der Saison seine beste Leistung bringt“, blickt Lüke in die Zukunft.

Johan Gallwitz

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