Floorball: Deutliche Niederlage gegen Chemnitz

Foto: Stefan Wiede

In einem der bislang schwächsten Auftritte der Saison mußten sich die Dragons Bonn am letzten Samstag in der 1. Bundesliga den Floor Fighters Chemnitz deutlich mit 6:12 geschlagen geben.

Obwohl die Anfangsphase, anders als in den vorherigen Spielen, zumindest halbwegs gut überstanden wurde und sich die Bonner sogar einige Konterchancen erarbeiten konnten, ließen sich die Gastgeber dann doch zunehmend von den Favoriten aus Chemnitz einschüchtern.
Erschreckend war dann vor allem die Passivität in der eigenen Hälfte.
“Es sah zwischenzeitlich so aus, als hätte Chemnitz Powerplay gespielt”, meint auch der Bonner Trainer Jani Juusti. Insbesondere als Außenseiter könne es nicht sein, dass man in der eigenen Hälfte die Aggressivität vermissen läßt.

Die Chemnitzer nutzten ihre Dominanz aus, und das gleich viermal im ersten Drittel. Einzig Goalie David Vent und dem Pfosten war es zu verdanken, dass die Chemnitzer ihre Dominanz in der Bonner Hälfte nicht in noch mehr Tore ummünzten.
Einer der wenigen Lichtblicke für die Bonner im ersten Drittel lieferte dann der aus einer längeren verletzungs- und coronabedingten Pause zurückgekehrte Adrian Braune. Ihm gelang es, den schönen Querpass des Bonner Topscorers Florian Weißkirchen eiskalt zu verwandeln und zumindest zwischenzeitlich zum 1:1 auszugleichen.
Mit einem Zwischenstand von 1:4 ging es dann in die erste Drittelpause.

Das zweite Drittel blieb dann größtenteils eine Fortsetzung des Ersten. Chemnitz bekam genug Platz, um auch in der Bonner Hälfte oft zu ungestört zum Abschluss zu kommen.
Nur anderthalb Minuten nach Wiederanpfiff gelang es Chemnitz, die Führung auf 1:5 auszubauen.
Für die Bonner war es dann erneut Braune, der die Dragons im Spiel hielt und auf 2:5 verkürzte. Einen Chemnitzer Fehler im Aufbauspiel bestrafte der Bonner Stürmer mit einem sehenswerten Schuss in den Winkel.
Im Anschluss gelangte Bonn zwar auch selbst zu einigen guten Abschlüssen, die Chancenverwertung war aber auch diesmal wieder ein Problem. Chemnitz machte es besser und erhöhte kurz nach überstandener Unterzahl erst auf 2:6 und dann auf 2:7, aus Bonner Sicht.
Verkürzen konnten die Bonner dann erneut durch das Duo Braune, Weißkirchen. Den beiden gelang es, einen unklaren Chemnitzer Wechsel auszunutzen. Braune verwandelte Weißkirchens hohen Ball über die gesamte Spielfeldlänge, mit einem sehenswerten Volley.
Aber auch dieses Highlight reichte nicht als Initialzündung für die Bonner.
Stattdessen ließen die Dragons einen erneuten Chemnitzer Doppelschlag zum 3:9 zu.

Im dritten Drittel sei man dann besser, aber immer noch nicht gut gewesen, so Juusti. Außerdem würde es auf diesem Niveau nicht ausreichen, wenn man nicht das gesamte Spiel gut spiele. Man sei sich bewusst, dass man, wenn man den Klassenerhalt schaffen will, man einiges besser machen müsse, so Juusti weiter.
Und auch das dritte Drittel ging aus Bonner Sicht verloren, denn trotz der Treffer von Weißkirchen und Zwak ließ man auch diesmal erneut wieder zu viele Gegentreffer zu und erhielt vermeidbare Zeitstrafen.
Am Ende stand dann ein 6:12 auf der Anzeigetafel.

Trotz dieser deutlichen Niederlage dürfe man sich aber jetzt nicht aus der Bahn werfen lassen und müsse sich umso mehr auf die nächsten Duelle konzentrieren, denn noch habe man alles in der eigenen Hand. Klar sei aber auch, dass man, wenn man die entscheidenden Duelle mit den direkten Konkurrenten Schenefeld und Kaufering für sich entscheiden möchte, noch einiges verändern müsse, meint der Trainer der Bonner.

Für die Bonner Dragons geht es am 01.05 auswärts gegen die Red Hocks Kaufering weiter. Informationen und die Anmeldung für den Fanbus gibt es unter dragons.fanbus@online.de .

Leander Leyhe

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