Floorball: Doppelspieltag im Osten für die Damen

Foto: I. Furch
m bevorstehenden Wochenende des 15./16. Februar treten unsere Damen in der 1. Bundesliga zum Doppelauswärtsspieltag in Grimma und Weißenfels an. Die Bonnerinnen dürfen sich also an zwei aufeinanderfolgenden Tagen sowohl gegen den amtierenden Pokalsieger als auch gegen den amtierenden Deutschen Meister beweisen.

Nach einer fünf wöchigen Verschnaufpause starten die Damen der SSF Dragons Bonn gegen den MFBC Leipzig/Grimma und den UHC Weißenfels in den Endspurt in Richtung Playoffs.
Zum Auftakt dieses anspruchsvollen Wochenendes geht es am Samstagnachmittag in die Leipziger Brüderstraße. Im Hinspiel, zu Beginn der Saison, gab es vor heimischer Kulisse eine unspektakuläre wenn auch klare 0:3 Niederlage gegen die Wikingerinnen. Seitdem hat sich bei beiden Teams einiges getan. Die Leipzigerinnen scheinen mit dem Wechsel des Trainergespanns zur Saison 2019/2020 auch etwas von der Souveränität der vergangenen Spielzeiten verloren zu haben. Man befindet sich zwar immer noch unter den Top 3 der Damen Bundesliga, musste aber auch bereits zwei Niederlagen einstecken. Dies liegt vermutlich auch daran, dass den Sächsinnen nach dem Ausscheiden von Anne-Marie Mietz eine echte Top Scorerin fehlt. So findet sich mit Annika Röder die erste Leipzigerin auf der Scorerliste erst auf Platz 15, weitere sechs Wikingerinnen belegen jedoch die Folgeplätze. Dies macht die Sächsinnen natürlich auch weniger berechenbar.

Am Sonntag springt man dann über die Grenze nach Sachsen-Anhalt, wo der aktuelle Tabellenführer aus Weißenfels geladen hat. Über die Favoritenrolle in diesem Duell muss man keine weiteren Worte verlieren, doch die Krone des Rekordmeisters hat zu Beginn der Rückrunde ein paar Kratzer abbekommen: Ungeschlagen in die Winterpause gegangen mussten die UHC Cats im Januar dann die erste Niederlage einstecken und das ausgerechnet gegen Liganeuling Wernigerode. Am vergangenen Wochenende meldeten sich die Weißenfelserinnen dann aber erneut souverän mit einem 8:3 Heimsieg gegen den Zweitplatzierten aus Dümpten zurück. Es wird also spannend in welcher Form sich die UHC Damen gegen die Dragons präsentieren werden.

Die Bonnerinnen haben sich nach einem schwachen Saisonstart deutlich gesteigert. Sieben Punkte aus den letzten drei Spielen konnten die Dragons vor allem aufgrund einer geschlossenen Mannschaftsleistung einfahren. Das Erfolgsrezept: mehr Leidenschaft in allen Mannschaftsteilen gepaart mit einem effektiveren Offensivspiel. An vorderster Front ist dabei Rike Schlotmann zu nennen. Die Bonner Top Scorerin blüht in dieser Bundesligasaison endgültig auf und war bislang an über 40 % der Treffer beteiligt. So auch beim überraschenden 5:5 Unentschieden gegen die Dümptener Füchse zum Rückrundenauftakt. Die Aufholjagd der Bundesstädterinnen nach 0:3 Rückstand zeugte von der derzeit hervorragenden Moral in der Mannschaft.

In der Rückschau auf die beiden Hinspiele gegen Grimma und Weißenfels sieht Trainer Daniel Mahnken trotz zweier Niederlagen auch positive Aspekte: „Wir haben guten gespielt und konnten die Partien lange offen halten. Beide Niederlagen waren denkbar knapp, sodass wir uns durchaus Chancen ausrechnen, die beiden auch diesmal wieder ärgern zu können. Aber eines ist klar: Wenn du gegen Grimma und Weißenfels etwas reißen willst, brauchst du die richtige Einstellung, den größten Teamgeist und absoluten Siegeswillen jeder einzelnen Spielerin - kurz: du musst den besten Tag erwischen.“

Johan Gallwitz

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