Floorball: Erfolgreiches Wochenende für die 1. Herrenmannschaft

Safak Temel
Safak Temel (Foto: I. Furch)

Ahoi und volle Fahrt voraus: Die SSF Dragons Bonn segeln vom Kieler Doppelspieltag mit sechs Punkten im Frachtraum wieder in die schöne Stadt am Rhein zurück. Gegen die Baltic Storms gewannen die Dragons mit 11:6, einen Tag später wurde Gettorf mit 18:8 überflügelt.

Dabei lief der Törn im hohen Norden nicht ohne Strapazen ab: Sowohl gegen die Storms, als auch gegen die Gettorf Seahawks kam es zeitweise zu kräftezehrenden Strapazen.

Im ersten Spiel des Wochenendes war Bonn bei den Baltic Storms zu Gast, und sofort war bei den Dragons ordentlich Wind in den Segeln: Florian Weißkirchen und Jan Kolisko zauberten früh ein 2:0 auf die Anzeigetafel. Die Gäste aber glichen durch einen Doppelschlag des bärenstarken Martin Kemper aus, bevor Weißkirchen und Johan Gallwitz den alten Vorsprung noch vor der Pause wiederherstellten.

Von wegen laues Lüftchen
Allerdings stürmte die Storms-Offensive auch im Mitteldrittel nach jedem Ballgewinn mit vollem Tempo auf das Tor von Goalie Moritz Blümke zu, und so dauerte es nur eine Minute bis Kemper zum 3:4 einnetzte. Die Effizienz der Gastgeber suchte man in den Bonner Angriffsreihen vergeblich, trotzdem zahlte sich die spielerische Überlegenheit gelegentlich aus: Kolisko und Weißkirchen ließen Bonn auf 6:3 davonziehen. Nach zwei weiteren Treffern von Lukas Lüke und Weißkirchen, aber auch ebenso vielen Gegentoren gingen die Dragons mit einer wackeligen 8:6-Führung in den letzten Abschnitt.
In diesem machte Florian Weißkirchen aus der wackeligen Führung ein sicheres Polster: Mit zwei weiteren Toren baute er den Vorsprung aus. Beim 10:6 entlockte er dabei selbst den Heimfans ein anerkennendes Raunen: Der 20-Jährige verwandelte einen Penalty rotzfrech durch die Beine des Keepers. Kurz vor Schluss durfte sich Gallwitz noch über seinen zweiten Treffer des Spiels freuen –einen Löwenanteil daran hatte Lucas Grünewald, dessen genialer Pass aus der Ecke genau auf der Kelle des Schützen landete.

Neues Spiel, altes Glück
Auch in der zweiten Partie des Wochenendes gegen die Gettorf Seahawks kamen die Dragons schwer in Tritt. Anders als gegen die Baltic Storm gerieten sie gegen die Gastgeber dieses Mal sogar in Rückstand: Luca Vogel brachte die Nordlichter nach 4 Minuten in Front. Weißkirchen und Kai Willems drehten die Partie wieder zu Gunsten der Dragons, die Hausherren aber ließen nicht locker und glichen aus. Kolisko und Johannes Weh mit einer couragierten Offensiv-Aktion ließen die Dragons mit zwei Toren in Führung gehen, doch der stark aufspielende Luca Vogel reduzierte auf 3:4. Im Mitteldrittel ging das abwechselnde Toreschießen munter weiter: Weißkirchen, Kolisko, Weh und zwei Mal Safak Temel trafen für Bonn, doch auch die Seahawks überwanden Torwart David Vent drei Mal. Mit 6:9 ging es ins letzte Drittel – in dem Bonn noch einmal richtig aufdrehte.
Das gelang vor allem dank Youngster Safak Temel. Der 16-Jährige war im ersten Spiel unglücklich ohne Punkt geblieben, entschloss sich aber offenbar dazu, dieses Versäumnis nachzuholen: vier Tore gesellten sich zu den beiden aus dem Mitteldrittel, dazu legte er Lukas Lüke einen weiteren Treffer sehenswert auf. „Als das erste Tor gefallen ist, wusste ich, dass es nicht mein letzter Punkt wird. Und so bin ich dann immer besser reingekommen. Die Erleichterung war sehr groß“, beschreibt der U-17-Nationalspieler seine Gefühlswelt.

Ein gelungenes Wochenende hat auch Tom Grossmann hinter sich: Der Verteidiger nutzte seine Chance auf Spielzeit mit zwei engagierten Auftritten, durfte im letzten Drittel gegen Gettorf zudem sein erstes Saisontor bejubeln. „Ich bin auf jeden Fall sehr zufrieden mit meiner Leistung. Ich war an wenigen Gegentoren beteiligt und konnte das Wochenende mit einem Tor krönen. Am Ende zählt aber natürlich die Teamleistung.“ Jubeln durfte in diesem Spielabschnitt auch ein weiteres Mal Florian Weißkirchen, der mit seinem wunderschönen Penalty das zwischenzeitliche 11:6 markierte. Am Ende trat Bonn mit einem 18:8-Kantersieg die lange Heimreise an. „Allgemein war das Wochenende sehr gut für die Teamstimmung. Das hat Lust auf mehr gemacht, zum Beispiel Playoff-Wochenenden“, blickt Grossmann mit einem Augenzwinkern in die Zukunft.

Johan Gallwitz

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