Floorball: Erstes Spiel in der Relegationsserie um den Aufstieg in die 1. Bundesliga

Till Braun (Foto: F. Büchting)

m Samstag bestreiten die SSF Dragons Bonn das erste Spiel der Relegationsserie gegen Blau-Weiß Schenefeld. Es ist die zweite und gleichzeitig letzte Chance, eine herausragende Saison mit dem Aufstieg in die erste Floorball-Bundesliga zu krönen.

Spieler lagen geknickt auf dem Hallenboden, Fans und Betreuer hatten Tränen in den Augen – selten sah man die Bonner Dragons so geknickt wie nach dem verlorenen Aufstiegsfinale gegen Schriesheim. Doch jetzt ist die Pleite vergessen, der Blick richtet sich gen Norden: Am Samstag steht Spiel eins der Relegationsserie bei Blau-Weiß Schenefeld an, dem Letzten der Bundesliga.

Die Mannschaft aus der Nähe Hamburgs ist kein Unbekannter, spielte bis 2017 noch in der zweiten Liga gegen Bonn. Damals ging sowohl Hin-, als auch Rückspiel an die Nordlichter – ein Ausgang, der sich laut dem Bonner Verteidiger-Talent Till Braun nicht wiederholen wird. „Ich denke, dass Schenefelds Spielweise uns besser liegt als beispielsweise die der Schriesheimer. Schenefeld wird nicht so aggressiv pressen“, glaubt der 17-Jährige.

Dass man sich auf solche Vermutungen nicht verlassen sollte, weiß auch Braun. Das eigene Spiel steht im Fokus, auch in den abschließenden Trainingseinheiten vor dem Auswärtsspiel: „Unsere Baustellen liegen nach wie vor im Aufbau. Wir spielen zu viele Pässe in die gegnerische Kelle und kassieren so oft dumme und unglückliche Tore. Auch die Zuteilung in der Verteidigung läuft nicht immer ganz rund“, benennt der Youngster die wichtigsten Stellschrauben.

Aus psychologischer Sicht könnte Bonn derweil leicht die Nase vorn haben: Während Schenefeld ein frustrierende Bundesliga-Saison mit zwölf Niederlagen aus 18 Spielen hinter sich hat, geht Bonn als Nord-West-Zweitligameister in die Partie. Und obwohl die bittere Finalpleite am Selbstbewusstsein nagte, kann sich nicht über die Bilanz der regulären Spielzeit hinwegtäuschen. Gerade für die wollen Braun und die Dragons sich belohnen: „Wir haben alle so viel geopfert, um an diesen Punkt zu gelangen. Es wäre wirklich schade, wenn wir am letzten Schritt scheitern würden. Das haben wir nicht verdient.“

Für Bonn spricht auch das Heimrecht: Spiel zwei steigt eine Woche später im Sportpark Nord, bei Gleichstand findet auch die entscheidende dritte Partie in der ehemaligen Bundeshauptstadt statt.

Johan Gallwitz

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