Floorball: Heimsieg Herren im Pokal-Achtelfinale

Jan Kolisko nach seinem Siegtreffer
(Foto: I. Furch)

Die SSF Dragons Bonn haben für eine Sensation gesorgt und im Pokal-Achtelfinale den Bundesligisten Red Hocks Kaufering mit 7:6 nach Verlängerung ausgeschaltet.

Die Spieler standen nach Spielende noch lange auf dem Feld und schauten mit ungläubigen Augen auf die Anzeigetafel: Auf der stand ein 7:6 nach Verlängerung – das Ergebnis einer magischen Pokalnacht. Magisch war auch der Blitzstart der Dragons: Nach nur 14 Sekunden schockte Jan Kolisko die favorisierten Kauferinger mit einem Handgelenksschuss in den Winkel. Eine Kopie des Führungstreffers war das 2:0 eine Minute später, wieder war es Kolisko der traf. „Das erste Drittel war sehr gut, wir haben ohne Angst gespielt“, kommentierte der Tscheche den Auftakt.

Mit leichten Fehlern lud Bonn die Gäste dann zum Toreschießen ein: Noch vor der vierten Spielminute war der Vorsprung dahin. Zwar brachte Safak Temel die Dragons wieder in Front, doch der erneute Ausgleich fiel noch vor der ersten Drittelpause. In der machte sich offensichtlich Nervosität breit, denn im mittleren Spielabschnitt verlor Bonn ein wenig den Faden. Das zerfahrene Spiel resultierte in zwei Gegentoren, doch Kolisko verkürzte noch auf 4:5. Der großartig aufspielende Bonner Torwart David Vent verhinderte schlimmeres.

Das letzte Drittel bot dann beste Pokal-Dramatik: Florian Weißkirchen traf früh zum Ausgleich, doch mit einem satten Schuss in den Winkel holte sich Kaufering die Führung zurück. Die hielt lange, doch als noch zwei Minuten auf der Uhr waren erlöste Till Braun die Mannschaft und das Publikum: Ein holpriger Schlagschuss fand über Umwege den Weg ins Tor und brachte den Sportpark Nord zum Kochen. In der Verlängerung kochte er dann über: Im ersten Wechsel der Overtime prallte ein Schuss von Weißkirchen genau auf die Kelle von Kolisko, der den Ball ins Tor und die Mannschaft in Ekstase schickte. „Das war wunderbar. Ich habe schon vor der Verlängerung daran gedacht, dass das Spiel gut für mich lief und dass ich viele Schussmöglichkeiten hatte. So wusste ich, dass ich in der Overtime ein bis zwei Gelegenheiten bekommen würde und die erste war gleich ein Tor. Natürlich war ich zufrieden und glücklich, dass das Spiel endlich ein Ende nahm, weil ich schon sehr müde war“, so der Pokal-Held mit einem Augenzwinkern. Im Viertelfinale trifft Bonn auf den amtierenden deutschen Meister aus Weißenfels.

Johan Gallwitz

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