Floorball: Niederlage gegen den Rekordmeister der 1. Bundesliga

Torhüter David Vent in Aktion (Foto: I. Furch)

Wacker geschlagen, aber spielerisch deutlich unterlegen: Die SSF Dragons Bonn haben in der Floorball-Bundesliga gegen Tabellenführer Weißenfels eine 7:2-Patsche einstecken müssen.

Es wurde die zu erwartende Abwehrschlacht: Gegen den Rekordmeister des deutschen Floorballs ackerten und mauerten die Dragons, was das Zeug hielt. Die Mauer hielt 17 Minuten – dann zappelte der Ball zum ersten Mal hinter dem stark aufspielenden Bonner Torhüter David Vent. Weißenfels spielte die Gastgeber an die Wand, war physisch und spielerisch überlegen, Bonn fehlte in der Defensive die nötige Übersicht und zum Teil auch Cleverness und Aggressivität in den Zweikämpfen. Dass es so lange beim 0:0 blieb, war vor allem Vent und seinen Verbündeten, den beiden Pfosten und der Latte zu verdanken.

Als der Knoten seitens der Weißenfelser dann aber geplatzt war, machte sich bei den Bonnern Verunsicherung breit. Noch vor der ersten Pause folgte das 0:2, nach zwei Dritteln stand es 0:5. „Wir müssen die Intensität und aggressive Verteidigung über das ganze Spiel auf dem Maximum halten können. Außerdem haben wir nach eigenen guten Chancen zu oft im Gegenzug einen Treffer kassiert“, gibt Spieler Lucas Grünewald seine Sicht auf die Dinge preis.
Die eigenen Möglichkeiten waren allerdings rar gesät, denn Weißenfels spielte nicht nur offensiv, sondern auch defensiv wie ein echter Titelanwärter. Immer wieder blieben die sonst häufig vor Spielfreude sprühenden Offensiv-Raketen Florian Weißkirchen und Safak Temel hängen, viele Pässe fanden lediglich den Weg in die gegnerische Kelle. Trotzdem kam Bonn nach gut 30 Minuten in die Partie und spielte phasenweise ordentlich mit: „Wir haben gute Konter gefahren, müssen diese dann aber noch konsequenter zu Ende bringen. In vereinzelten Spielabschnitten konnten wir das Spiel durchaus auf Augenhöhe gestalten“, meint auch Grünewald.

Die Bemühungen der Bonner wurden im letzten Drittel belohnt: Safak Temel verkürzte nach einem schönen Pass von Lukas Lüke auf 1:5, Niklas Berens erzielte mit einem Volley das 2:6. Das letzte Drittel für sich betrachtet endete also 2:2-Unentschieden – allerdings auch, weil die Gäste einen Gang zurückschalteten.

Trotzdem sieht Grünewald die Bonner nach fünf Spieltagen auf einem guten Weg: „Wir haben in den ersten Spielen auf jeden Fall gezeigt, dass wir in die erste Bundesliga gehören und haben auch schon zwei Siege einfahren können. Dabei haben wir allerdings auch gegen Berlin und Holzbüttgen unnötig Punkte liegen lassen.“

Johan Gallwitz

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