Volleyball: Jede Serie hat ein Ende

Foto: P. Schmidt
Eigentlich sollte im ersten Heimspiel in der Halle von Bonns Fünfter in Kessenich vor zahlreichen Fans ein Sieg her. Daran, dass dies nicht glückte, hatte die Aachener Abwehr um den starken Libero einen großen Anteil.

Ebenfalls einen großen Anteil hatte die personelle Not auf Schlüsselpositionen im Team von Trainer Brügge. Kurz vor Spielbeginn zeichnete sich ab, dass man neben Selmoser und Prior auch auf Grün werde verzichten müssen. Knieprobleme ließen einen Einsatz nicht zu. Dazu machte sich auch bei Nick Weiss erneut das Knie bemerkbar. Mangels Alternativen biss der Annahmespezialist jedoch auf die Zähne und hielt das ganze Spiel durch.

Der erste Satz ließ sich dennoch hervorragend an. Justus Einig, der im Zuspiel eingesprungen war, setzte Aachen direkt mit druckvollen Aufschlägen zu. Es zahlte sich aus, dass Kleinewalter und Maron mit ihrer individuellen Klasse, bzw. Abschlaghöhe auch mit hohen und sicheren Pässen an einem Doppelblock vorbeikommen. 25:18 hieß es nach 23 Minuten.

Nach der Satzpause zeigte sich allerdings ein Bruch im Bonner Spiel und Aachen kämpfte sich über gutes Stellungsspiel und tolle Reflexe in der Abwehr ins Spiel zurück. Einig, der eine gute Leistung zeigte, war nun gezwungen, vermehrt die Mittelblocker und Paruschke über Diagonal zu suchen. Dabei offenbarten sich nach lediglich einer Woche gemeinsamen Trainings noch Abstimmungsprobleme. Paruschke, üblicherweise als Punktegarant bekannt, blieb im Angriff blass und konnte die beiden Außen nur selten entlasten. Mit 21:25 und 22:25 gingen die Sätze 2 und 3 an Aachen.

Im vierten Satz spielten beide Teams lange auf Augenhöhe, bevor sich der Aachener Doppelblock mangels gefährlicher Alternativen über Mitte oder Diagonal konsequent vor den Bonner Außenangreifern platzierte. Leidtragender war der sehr gute Lucas Maron, der quasi alles richtig machte und über den Block in die langen Ecken zielte, dabei jedoch mehrmals ein paar Zentimeter zu lang ansetzte und das Feld verfehlte. Brügge setzte auf Routine, wechselte Gehm ein und dieser konnte sich mit seiner jahrelangen Erfahrung im Angriff durchsetzen. 25:21, diesmal für Bonn.

Im Tiebreak unterliefen der sonst starken Annahme ungewohnte Fehler. In dem Bemühen, die Bälle für den etwas kleineren Einig weiter vom Netz wegzuhalten, entglitten mehrere Annahmen komplett. Das 15:5 für Aachen war deutlich und nicht einmal unverdient.

Wir wissen jedenfalls woran wir arbeiten müssen. Ein großer Dank an alle lautstarken Unterstützer! Nächste Woche Samstag kommt Solingen, ebenfalls nach Kessenich. Die Chancen, dass es dann schon wieder ganz anders aussieht, stehen gut!
 
Martin Dombrowski

Zurück