Moderner Fünfkampf: EM-Silber für Matthias Sandten

Matthias Sandten (links) und Marvin Dogue (rechts) mit Bundestrainer Iri Zlatanov (Foto: DVMF)

Matthias Sandten (SSF Bonn) hat sich mit seinem Mannschaftskollegen Marvin Dogue (OSC Potsdam) bei den Europameisterschaften der Modernen Fünfkämpfer in Székesfehérvár die Silbermedaille in der Staffel gesichert.

Es war eine Reifeprüfung, die die deutsche Herren-Staffel mit Bravour meisterte. Matthias Sandten und Marvin Dogue ließen sich auch von heftigen Sturmböen nicht beirren und krönten eine tolle Aufholjagd mit der Silbermedaille.
Dabei hatte der Tag nicht optimal begonnen: Eine Zeit von 1:56,85 Minuten über die 2x100-Meter-Schwimmstrecke reichte nur für die zehntbeste Leistung unter den insgesamt elf Staffeln. Im Fechten erzielte das Duo eine Bilanz von 19 Siegen bei 21 Niederlagen, wobei hier Marvin Dogue mit einer starken Serie von 13 Siegen (7 Niederlagen) glänzen konnte. Mit einer konzentrierten Vorstellung im Reiten arbeiteten sich die beiden dann nach vorne: Nur ein Abwurf durch Dogue und drei Zeitfehler bedeuteten 290 Punkte. Andere Staffeln musste deutlich mehr Strafpunkte hinnehmen, sodass das deutsche Team als Fünfte in Reichweite der Medaillen in den Laser-Run startete.

Dort spielten der 22-Jährige Dogue und der drei Jahre ältere Sandten ihre Stärke am Schießstand und der Laufstrecke aus. Marvin Dogue ging sogar als Führender in die Schlussrunde, musste aber trotz Tagesbestzeit schließlich den französischen Kontrahenten ziehen lassen. Der Potsdamer konnte sich aber im Ziel über seine bereits dritte Medaille bei den "Großen" (Staffel-Gold bei der WM 2015 und EM-Bronze 2017 im Team) freuen. Für Matthias Sandten war es das erste Edelmetall seiner Karriere. Platz 3 ging an die Staffel aus Lettland, die mit deutlichem Vorsprung in die Abschlussdisziplin gestartet war.

Tobias Bürger (DVMF)

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