Volleyball: Neue Hauptstadt gewinnt in alter Hauptstadt

Bonner Block in Aktion (Foto: Anne Kadlec)

Am Samstag, 06. März 2021, glückte den SSF Fortuna die Revanche gegen VCO Berlin nicht. Das Team unterlag mit 3:1.

Das Hinspiel gegen Berlin im November verloren die Bizeps Volleys in einem klaren 0:3. Dafür wollte sich die Mannschaft um Headcoach Sven Anton revanchieren. Mit Bernd Werscheck, der die Bonnerinnen nach längerer Zeit wieder unterstützte, und Co-Trainer Frank Görlach erhielten sie weitere Unterstützung von der Trainerbank.

Der Start im ersten Satz schien ausgeglichen. Bonn profitierte von einigen Aufschlagfehlern auf Berliner Seite und die Angreiferinnen suchten stets die Lücken im Berliner Feld. Gegen Mitte des Satzes setzte sich die Gastmannschaft zwar ein wenig ab, Bonn holte aber immer wieder auf und zwang den VCO bei 15:17 zu einer Auszeit. Offensichtlich schien Berlin in dieser Auszeit einige taktische Anweisungen ihres Trainers Manuel Hartmann erhalten zu haben, die sich auszahlten. Absprachefehler machten es den Bonnerinnen schwer und ließen den VCO ausgerechnet in der crunch time eine kleine Führung ausbauen. Anastasia Cekulaev beendete mit einem Ass den ersten Durchgang mit 21:25.

Der zweite Satz stellte einen kleinen Ausfall im Bonner Team dar. Irgendwie wollte nichts funktionieren. Der Block konnte den Berlinerinnen zu selten die Stirn bieten und der VCO dominierte das Spiel über. Trotz einiger längerer Ballwechsel, in denen Bonn nochmal Kampfeswillen demonstrierte, verloren sie den Satz mit 13:25.

Comeback im dritten Satz

Der dritte Satz spiegelte den zweiten Satz in keiner Weise wider. Jeder Spielerin war ein hoher Grad an Emotionalität und der Wille das Spiel nochmal zu drehen anzusehen. Von Anfang an sorgte die eingewechselte Kapitänin Hannah Lamby für gute Stimmung und bediente ihre Angreiferinnen mit guten Pässen, indem sie den gegnerischen Block auseinanderzog. Bereits bei 4:0 nahm Berlin die erste Auszeit. Bei der zweiten Auszeit bei 12:3 hatte sich nicht viel geändert.

Außenangreiferin Sarah Höckendorf, die ebenfalls im zweiten Satz eingewechselt, wurde ließ sich immer wieder clevere Angriffslösungen einfallen und sorgte für eine Aufschlagserie. Auch Lena Maaswerd überzeugte mit einem schnellen Armzug. In allen Disziplinen war Bonn in diesem Satz die bessere Mannschaft und Mittelangreiferin Meret Faller beendete den Satz mit einem starken Angriff. Der Satz ging mit 25:15 an Bonn.

1:3 Niederlage gegen die Hauptstadt

Der vierte Satz begann ausgeglichen, doch die Bonnerinnen bemerkten, dass der VCO den dritten Satz verkraftet zu haben schien. Während die Rheinländerinnen bei der ersten technischen Auszeit noch mit 8:7 führten, änderte sich dies gegen Mitte des Satzes. Berlin schien Bonn immer wieder ein bisschen voraus zu sein und auch, wenn die Bizeps Volleys gegen Ende auf 15:16 verkürzten, behielt die Hauptstadt in den wichtigen Phasen den längeren Atem und gewann den letzten Satz mit 18:25.

Mvp wurde auf Bonner Seite zum wiederholten Mal Lena Maaswerd, die den Berliner Block im Angriff vor Schwierigkeiten stellte. Auf Berliner Seite entschied sich Anton für Celine Jebens, die ebenfalls mit ihren Angriffslösungen und ihren Aufschlägen überzeugen konnte.

Fokus auf den Endspurt

Der VCO hat sich über die Saison hinweg sichtlich verbessert und trotzdem konnte Bonn nur phasenweise ihr Spiel abrufen. Nun heißt es den Fokus auf die letzten vier Spiele zu richten. Jedes der Spiele findet auswärts statt und die SSF Fortuna freuen sich auf die Gegnerinnen.

Außerdem gilt es nochmal einen großen Dank an alle Helfer und Helferinnen an Heimspieltagen auszusprechen. Das Spiel gegen den VCO Berlin war das letzte Heimspiel in der Saison 20/21. Über die Saison hinweg konnten die SSF Fortuna einen Stream auf sporttotal.tv anbieten, der an jedem Spieltag von verschiedenen Kommentatoren und Kommentatorinnen, die allesamt Fachwissen im Bereich Volleyball vorweisen konnten, begleitet wurde. Auch alle weiteren, die vor der Kamera beteiligt waren, leisteten eine tolle Arbeit. Ein großer Dank gilt natürlich auch den Hygieneassistenten und den Hygieneassistentinnen sowie dem DJ Denis Leupold, allen Ballrollern und Ballrollerinnen, dem TuS Mondorf und dem Teammanager Albert Klein, der maßgeblich für die Organisation verantwortlich war.

Die Bizeps Volleys hoffen, in der nächsten Saison jedem der Fans, denen ebenfalls ein großer Dank gebührt, wieder live Volleyball auf hohem Niveau in der Hardtberghalle bieten zu können.

Carlotta Hensel

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