Schwimmen: SSF Bonn sammeln fünf Medaillen beim Bezirksentscheid der Staffelwettkämpfe

Frauen offene Klasse (Foto: V. Krajenski)

Am 16. und 17. November 2019 war es wieder soweit: Endlich konnten die Schwimmerinnen und Schwimmer gemeinsam für ihren Verein um die heißbegehrten Staffelmedaillen des Schwimmbezirks Mittelrhein kämpfen. An diesem Wochenende traten 5 Jugendmannschaften in den Altersklassen B-D im Rahmen der DMS-J und unsere Damenmannschaft in der offenen Klasse an.

Was ist an den DMS-J eigentlich so besonders?
Die Saison eines Schwimmers unterteilt sich in die Kurzbahnsaison und Langbahnsaison. Dabei gibt es auf der Kurzbahn einen einmal im Jahr statt findenden Staffel-Mannschaftswettkampf (DMS-J), bei dem die Aktiven über 4x100 m Schmetterling, Rücken, Brust, Freistil und Lagen (die Zeiten werden aufaddiert) gemeinsam antreten und sich durch ihre Ergebnisse im Bezirksentscheid für den NRW Durchgang und später sogar für das Bundesfinale qualifizieren können.

Der Staffel-Mannschaftswettbewerb findet immer zum Ende der Kurzbahnsaison statt und ist somit noch einmal ein schöner Höhepunkt und Lohn für die trainingsintensiven Wochen der ersten Saisonphase. Hört man auf die Stimmen der Aktiven ist es einfach toll, sich im Team Medaillen und Bestzeiten zu erkämpfen, also eine ziemlich coole Abwechslung, bei der der Spaß zur gemeinsamen Vorbereitung auf die einzelnen Staffelläufe natürlich nicht zu kurz kommen darf. Ziel ist es wie immer, so wenig Minuten und Sekunden wie möglich auf dem Mannschaftskonto zu verbuchen.

Unsere Schwimmerinnen und Schwimmer konnten an diesem Wochenende wieder viele persönliche Bestzeiten auf den 100 m Strecken erreichen. Die Nachwuchsarbeit der SSF Bonn zahlt sich aus! Nicht umsonst haben wir 3 Mannschaften in der D-Jugend melden können und auch beim KidsCup der E-Jugend am Samstagnachmittag haben unsere „ganz Kleinen" der Jahrgänge 2010 und jünger zeigen können, was sie schon alles „drauf haben“.

Unsere weibliche D-Jugend (Jahrgänge 2008 und 2009) war wie immer in einem sehr starken Jahrgang unterwegs. Dies zeigt sich nicht nur in unseren eigenen Reihen, sondern auch in der starken Mannschaft der SG Bergheim. Die Messlatte lag hier bereits nach der Freistilstaffel sehr hoch: Der Vorsprung der Bergheimerinnen von 18 Sekunden musste nun erstmal wieder aufgeholt werden. Unsere Schwimmerinnen der 1. Mannschaft konnten in der Bruststaffel immerhin 5 Sekunden wieder herausholen, mussten sich in der Endabrechnung aber dennoch geschlagen geben und belegten den hervorragenden 2. Platz. Die 2. Mannschaft wurde fünfte unter 11 Mannschaften. In der Rückenstaffel wurde es dabei im vereinsinternen Vergleich auf den ersten Bahnen richtig spannend. Bis zum letzten Starter waren die 1. und 2. Mannschaft praktisch gleichauf. Den Zuschauern im Frankenbad wurde wieder einiges geboten.

Die Jungs der D-Jugend freuten sich auch sehr, als sie bereits nach der Freistilstaffel merkten, dass da was in Richtung Gesamtwertung geht, obwohl die starke Konkurrenz vom TPSK 1925 e.V. mit zwei Mannschaften am Start war. Unsere deutlich jüngere Mannschaft mit überwiegend Startern des Jahrgangs 2009 hat sich hier toll geschlagen und mit der Silbermedaille belohnt. Auch hier zeigt sich wieder, dass das Brustschwimmen insbesondere für die Lagen und Staffelwettkämpfe eine entscheidende Größe sein kann. Also heißt es, weiter fleißig im Training mitmachen und die Technik weiter optimieren. Dann kann auch im nächsten Jahr der Vorsprung in der Bruststaffel vielleicht wieder so deutlich sein.

Unsere weibliche C-Jugend (Jahrgänge 2006 und 2007) war in diesem Jahr genau mit 4 Schwimmerinnen am Start. Das schweißt umso mehr zusammen, da man sich keinen Ausfall leisten kann. Unsere Schwimmerinnen konnten sich mit einem tollen 2. Platz belohnen. Da wir auch hier überwiegend Starterinnen des jüngeren Jahrgangs  dabei hatten, war das nicht unbedingt zu erwarten. Umso größer war die Freude über die Silbermedaille.

Männliche Jugend B (Foto: V. Krajenski)

Die männliche B-Jugend (Jahrgänge 2004 und 2005) lieferte sich mit den Kölner Schwimmern vom TPSK 1925 e.V. ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Hier wurde es besonders spannend, weil die Lagenstaffel der SSF wegen eines angeblichen Fehlstarts des zweiten Schwimmers disqualifiziert wurde und somit noch einmal ins Wasser musste. Aufgrund der kurzen Pause war man zwar 5 Sekunden langsamer als zuvor, aber das Polster von 12 Sekunden aus der Bruststaffel reichte dennoch zum Sieg.

Auch unsere Damenmannschaft des A2 Teams, die in der offenen Klasse startete, belegte mit einer Gesamtzeit von 24:43,92 Minuten den 1. Platz. Carla Illmann, Sarah Kirrinnis, Carmen Krajenski, Johanna Mersmann, Ira Padberg, Krista Reksna und Franziska Schuhenn freuten sich über ihre Goldmedaille und den Bezirkstitel.

Herzliche Glückwünsche gehen an alle Schwimmerinnen und Schwimmer der gestarteten Jugendmannschaften:

D-Jugend weiblich 1. Mannschaft – 2. Platz in 23:53,84 Minuten (die D-Jugend schwimmt 4x50 m anstelle 4x100 m Schmetterling) für Marlene Balg (2009), Martha Faupel (2008), Caroline Luckert (2008),  Sofia Valentina Nachtsheim (2008)

D-Jugend weiblich 2. Mannschaft – 5. Platz in 26:29,02 Minuten für Charlotte Godsell (2008),  Piyali Kashem (2008), Setyanie Marie Klunker (2008), Stella Wilberz (2009), Katarina Zimova (2009)

D-Jugend männlich – 2. Platz in 26:01,04 Minuten für Fabian Balg (2008), Moritz Baumelt (2009), Jonathan Brix (2009),  Simon Butscheid (2009), Okan Uludag  (2009)

C-Jugend weiblich – 2. Platz in 26:37,01 Minuten für Klara Baumelt (2007), Katelynn Tiara Gassen (2006), Alessia Lo Giudice Priolo (2007), Franziska Wilbertz (2007)
B-Jugend männlich – 1. Platz in 21:37,47 Minuten für William Godsell (2005), Till Krajenski (2004), Dominik Luckert (2005), Janis Lux (2004), Maximilian Wiedemann (2005)

Nun heißt es Daumendrücken: Während der Siegerehrung des Bezirksentscheides stand nämlich noch nicht final fest, wer alles zu den Teams zählt, die am NRW-Finale am 1. Dezemberwochenende teilnehmen dürfen. Hier werden die Zeiten aller Bezirksentscheide des Schwimmverbandes NRW ausgewertet und die Top-Teams nach Wuppertal eingeladen.

Katrin Baumelt

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