Triathlon: Heiß, heißer, Ironman Frankfurt 2019

Jörg Tschauder, Lea Orthen, Enes Ergül, David Finkler // Fotos: B. Orthen,
T. Szczepanek & A. Finkler

Ironman Frankfurt 30.06.2019 – was eine Hitzeschlacht. Bei Temperaturen von bis zu 39 Grad wurde es auf der Langdistanz während des Rennens so heiß wie 2015 schon einmal. Natürlich waren auch einige unserer SSF Bonn Triathlon Langdistanz-Athleten am Start. Darunter unsere Rookies Lea Orthen, Andreas Erdrich und Enes Ergül, außerdem gingen noch Sandra Sachs, David Finkler und Jörg Tschauder an den Start in der Rhein-Main Metropole. An diesem Sonntag war es „ein Kampf gegen die Klimaerwärmung“, wie Sebastian Kienle es treffend formulierte.

Aber zum Start: Am Langener Waldsee war die Wassertemperatur mit über 25 Grad so hoch, so dass ein Neoprenverbot ausgesprochen wurde. David beendete das Schwimmen mit einer sehr guten Schwimmzeit von 1:05, nur etwas langsamer als an selber Stelle 2017 mit Neopren. Alle anderen SSFler machten sich nach David mit etwas Abstand auf die Radstrecke, die mit 185km seit letztem Jahr 5km länger ist, als beim Ironman üblich.

David und Andreas brannten Zeiten auf den Asphalt, die bei 180km Radzeiten von um die 5h entsprochen hätten. Lea hatte Pech, da ihr nach 30 Kilometern ein Schaltzug riss. Die restlichen 155km musste Sie mit nur zwei Gängen absolvieren! Man wächst mit den Aufgaben – ein Aufgeben kam für Lea nicht in Frage. Für Sandra lief es sehr gut: Mit einem Abschluss des Radfahrens auf Platz 6 ihrer AK war die Reichweite eines Hawaii Slots nicht sehr fern, mit ihrer besten Disziplin zum Schluss hätte sie sich weiter nach vorne arbeiten können. Enes und Jörg bekamen auf der zweiten Radrunde Probleme und mussten etwas moderater in die Pedale treten. Beide gingen im Abstand von wenigen Minuten auf die 42km-Laufstrecke.

Auf der Laufstrecke am Mainufer schlug die Hitze dann richtig zu. Einzig David kam am besten mit der Hitze zurecht und konnte seine Laufzeit im Vergleich zu 2017 trotz den äußeren Bedingungen auf knapp über dreieinhalb Stunden im Marathon verbessern. Damit reichte es erneut zu einer Sub 10 und Platz 17 der Altersklasse. Andy hatte aufgrund der Hitze bereits auf dem Rad schon Probleme mit der Ernährung, was zufolge hatte, dass es auf der Laufstrecke ebenfalls nicht rund lief. Hinzu kam leider noch eine Disqualifikation beim Laufen. Trotz aller Probleme hat Andy sich durchgebissen und das Rennen noch mit einer Zeit von gut unter 11 Stunden beendet – Chapeau für diesen Kampfgeist.
Lea und Enes konnten den Hitze-Marathon in etwas über 4:30 absolvieren. Sandra und Jörg litten beim Laufen sehr stark und zahlten der Hitze Tribut, so dass sie sich einfach nur noch irgendwie in Richtung Ziel schleppten.

Aber worauf kommt es an? Das wichtigste, generell und an diesem speziellen Tag, ist, dass all unsere Athleten gesund ins Ziel gekommen sind und keiner das Rennen aufgeben musste. Unseren Rookies wird dieses Rennen noch lange in Erinnerung bleiben und dem Zitat von Jan Frodeno können sich nur alle anschließen: „Das war ein krasses Rennen!“

Bericht: Torge Szczepanek

Zurück