Volleyball: Bonn unterliegt in Berlin und Hamburg

Bonn beendet Saison nach zwei letzten Auswärtsspielen (Foto: A. Ennenbach)

Nach zwei Niederlagen am vergangenen Wochenende ist die Saison für die SSF Fortuna Bonn beendet.

Ein anstrengendes Wochenende stand den Bizeps Volleys inklusive Trainerteam bevor. Nachdem alle am Freitag, 16. April, negativ auf Corona getestet wurden, startete der Kader am Samstag in aller Frühe Richtung Hauptstadt. Der Gegner hieß BBSC Berlin, dem Bonn im Hinspiel einen Satz abnehmen konnte. Nach einer intensiven Trainingswoche reiste das Team um Headcoach Sven Anton hoch motiviert an.

Bereits der erste Satz startete ausgeglichen. Bei 8:8 hatten beide Mannschaften eine Rotation durchlaufen. Zuspielerin Jil von der Stein setzte ihre Angreiferinnen variabel ein und spielte mutig, die Annahme zeigte sich konstant und das Team motiviert. Mitte des Satzes gelang es allerdings dem BBSC eine Führung zu erspielen. Phasenweise wackelte die Bonner Annahme und der Angriff wollte sich nicht immer durchsetzen, sodass sich die Heimmannschaft absetzte und den Satz letztendlich mit 16:25 beendete.

Umkämpfter zweiter Satz

Das Ergebnis des ersten Satzes scheint deutlicher als es sich für die Spielerinnen angefühlt hatte und so gingen die Damen mit unverändertem Kader in den zweiten Satz. Dieser begann, ähnlich wie der erste, ausgeglichen. Bonn schien wacher und aufmerksamer zu sein und erkämpfte sich vor allem durch eine überragende Abwehrleistung eine Führung von 16:10 zur zweiten technischen Auszeit. Doch Berlin, die sich ebenfalls als abwehrstarke Mannschaft präsentierte, wollte dies nicht so einfach stehen lassen und machte es den Bonnerinnen auf den letzten Metern nochmal schwer. Lena Maasewerd verwandelte final den Satzball und der zweite Satz ging mit 25:22 knapp an das Gästeteam.

Niederlage gegen BBSC Berlin

Eigentlich hätte es so weiter gehen können, doch es scheiterte letztendlich an der Konstanz des Bonner Teams. Der dritte Durchgang ging mit 17:25 an die Hauptstadt.
Im vierten Satz sah man den Rheinländerinnen zwar an, dass sie unbedingt in den Tie-Break wollten, doch auch hier schien Berlin den Gästen immer einen Schritt voraus zu sein und gewann das Spiel mit 3:1 und 17:25 im vierten Satz.

Mvp wurde auf Bonner Seite zum zweiten Mal in Folge Jil Molitor, die im Angriff stets performte und mit ihrem hohen Block die Heimmannschaft vor Schwierigkeiten stellte. Auf Berliner Seite entschied sich Sven Anton für Diagonalangreiferin Stephanie Utz, die im Angriff den Bonner Block und die Abwehr immer wieder umging.

Fokus auf Hamburg

Natürlich ärgerte es die Rheinländerinnen nicht wenigstens einen Punkt aus der Hauptstadt entführt zu haben. Trotzdem musste sich eingestanden werden, dass Berlin stark aufgespielt hatte und Bonn kein schlechtes Spiel gemacht hat und sich mit mehr Vorbereitung auf die nächste Saison und das nächste Auswärtsspiel in Berlin freut.

Der Abend endete früh, aber gemütlich. An dieser Stelle bedankt sich die Mannschaft herzlich bei ihrem Fan und Unterstützer Michael, der alle zum Essen einlud. So konnte der Abend mit leckerem Essen, gemütlich und recht früh ausklingen. Schließlich stand am nächsten Tag das zweite Spiel an diesem Wochenende gegen den ETV Hamburg an. Während Teammanager Albert Klein sich morgens mit der bloßen Hand einen Orangensaft presste, hoffte das Team darauf mit der gleichen Bizepskraft gegen den ETV vorzugehen und ein gutes Spiel zu präsentierten.

Nachdem das Team voller Vorfreude in Hamburg ankam, starteten die Bizeps Volleys in das letzte Spiel der Saison. Hamburg übte von Beginn an viel Druck auf den Annahmeriegel aus und Bonn setzte sich zu selten im Angriff durch. Mit Kapitänin Hannah Lamby im Aufschlag startete Bonn jedoch gegen Mitte des Satzes eine echte Aufholjagd und verkürzte eine Führung von sechs Punkte auf einen 12:12 Gleichstand. Trotz der Euphorie darüber, gelang es den SSF Fortuna nicht die Führung auszubauen. Zu selten wurde der große Block der Hamburgerinnen umspielt und zu selten stabilisierte sich Bonns Annahme. Der erste Satz ging mit 19:25 an den ETV.

Der zweite Durchgang gestaltete sich ähnlich. Dieses Mal war es Mittelangreiferin Jil Molitor, die durch drei Blocks in Folge eine Aufholjagd einläutete. Doch trotz dieser Aufholjagd gelang es Bonn nicht an Hamburg vorbeizuziehen, während der ETV locker aufspielte und keinen Zweifel an ihrem Sieg im zweiten Satz mit 17:25 ließ.

Mit leicht veränderter Aufstellung startete Bonn in den dritten Satz. Hier war es unter anderem Lena Maasewerd, die im Angriff die Lücken des gegnerischen Feldes fand. Während Bonn vor der ersten technischen Auszeit mit 8:7 in Führung ging, brach die Leistung in den folgenden Phasen ein. Immer wieder gab es starke Aktionen, doch jede dieser starken Aktionen überbot der Mitaufsteiger mit drei weiteren. So verloren die Bizeps Volleys mit 16:25 und 0:3 gegen den ETV Hamburg ihr letztes Spiel der Saison.

Mvp wurde auf Bonner Seite Lena Maaswerd, die die Saison damit mit zwölf Mvp Medallien und einer starken Leistung beendet. Auf Hamburger Seite entschied sich Anton für Luise Klein, die im Zuspiel glänzte.

Saisonende für die SSF Fortuna

Die Bonnerinnen hätten sich natürlich einen Sieg oder zumindest einen Punkt zum Abschluss der Saison gewünscht. Doch im Rückblick kann gesagt werden, dass Bonn einen großen Schritt gemacht hat und bereit ist, in der nächsten Saison einen noch größeren und vor allem keinen Schritt mehr zurückgehen will. Die beiden letzten Auswärtsfahrten haben dank Teammanager Albert Klein, dem Trainerteam mit Sven Anton, Frank Goerlach und Bernd Werscheck, der Mannschaft (allen voran Sarah Höckendorf), Michael und dem Busunternehmen (allen voran den sympathischen rheinländischen Busfahrern) hervorragend funktioniert.

Nun heißt es die Saison ausklingen zu lassen, sich bei allen Zuschauern auf sporttotal.tv, den Unterstützern bei Heimspielen und natürlich allen Sponsoren herzlichst zu. bedanken und sich leider von einigen Spielerinnen zu verabschieden, die in der nächsten Saison nicht mehr für Bonn auf dem Feld stehen werden. Darüber werden die SSF Fortuna in den folgenden Tagen berichten, um den Rahmen dieses Nachberichts nicht zu sprengen. Bis dahin heißt es erstmal: Danke für die erste Saison in der 2. Bundesliga Nord!

Carlotta Hensel

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