Volleyball: Hart erkämpfter Auswärtssieg für die 1. Herrenmannschaft

Foto: M Dombrowski
Bei leichtem Schneefall und der Bundesligakonferenz im Autoradio, führte der Spielplan die Oberligamannschaft am frühen Samstagabend zum Tabellennachbarn Bayer Wuppertal. Während die Außentemperatur nahe am Gefrierpunkt lag, musste sich das Team von Trainer Kaiser im Innern der direkt am Ufer der Wupper gelegenen Bayerhalle in hitziger Atmosphäre beweisen.
Selmoser, Grün, Enzensperger, Weiss, Hopf und Paruschke bildeten die Startformation und bekamen es im ersten Satz direkt mit einer im Vergleich zur Hinrunde deutlich spielstärkeren Wuppertaler Mannschaft zu tun. 28:26 konnte der Satz gewonnen werden.
Im zweiten Satz spielte Wuppertal solide weiter, während sich im Bonner Abwehrkomplex zu viele Fehler einschlichen. Ein deutlicher Rückstand konnte zwischenzeitlich zwar ausgeglichen werden, dennoch ging der Satz mit 25:20 an Wuppertal.
Im dritten Satz traten die Probleme auf Bonns Seiten noch deutlicher hervor. Die normalerweise stabile Annahme wackelte gewaltig, sodass Selmoser seine sonst sehr punktstarken Mittelblocker kaum in Szene setzen konnte, während im Außenangriff oft die Entschlossenheit fehlte. Obwohl Wuppertal den Satz mit 25:18 letztlich deutlich gewinnen konnte, steigerten sich die Wuppertaler Spieler in nahezu fortwährende Unmutsbekundungen gegenüber dem Schiedsgericht. Dies führte schließlich zu einer gelben Karte, die deswegen erwähnenswert war, weil sie sich für Wuppertal zu späterem Zeit Punkt rächten sollte.
Im vierten Satz startete Bonn wieder schwach, kämpfte sich allerdings stark zurück. Bei Matchball für Wuppertal bewies Kapitän Enzensperger Nerven aus Stahl und setzte den entscheidenden Block, nur um kurze Zeit später selbst den Satz mit 26:24 zu entscheiden und Bonn in den Tiebreak zu retten.
Dieser entwickelte sich zum Krimi mit nervenstarken Teams auf beiden Seiten. Während die Bonner Spieler ihre Aggressivität allerdings nur im Spiel auslebten, überdrehte Wuppertal nach dem 14:13 durch Bonn. Bereits verwarnt, handelte man sich im Disput mit dem Schiedsgericht eine rote Karte und damit den Satz- und Spielverlust ein.
Ein spannendes Spiel mit dem besseren Ende für Bonn. Dem Bayerkonzern bleibt der Trost des Sieges durch die Leverkusener Fußballer gegen den FC Bayern München.

Martin Dombrowski

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