Die #bizepsvolleys mussten am Samstagabend in der 2. Bundesliga Nord eine 0:3-Niederlage (22:25, 23:25, 13:25) gegen den Tabellenzweiten SCU Emlichheim hinnehmen. 75 intensive Minuten lang lieferten sich die Bonnerinnen einen leidenschaftlichen Schlagabtausch mit den Gästen – doch am Ende fehlte in den entscheidenden Momenten das letzte Quäntchen Durchsetzungskraft. Vor heimischer Kulisse in der Hardtberghalle blieben damit die Punkte aus.
Mit Sophie Zimmermann im Zuspiel, Annig Kaminski auf der Diagonalposition, Jil Molitor und Clara Kick über Mitte sowie Lena Maasewerd und Klara Single auf Außen ergänzt durch Libera Lina Adams starteten die SSF-Damen konzentriert in die Partie. Der erste Satz entwickelte sich sofort zu einem Duell auf Augenhöhe. Beide Teams standen stabil im Sideout, schenkten sich nichts und ließen keine längeren Aufschlagserien zu. Als Emlichheim sich beim 10:13 erstmals leicht absetzen konnte, griff Trainer Robert Kroner zur Auszeit. Bonn blieb dran, arbeitete sich mit viel Einsatz auf 19:22 heran und hielt die Spannung hoch. Doch in der Crunchtime agierten die Gäste einen Tick abgezockter, nutzten ihre Chancen besser und sicherten sich den Satz mit 25:22.
Auch im zweiten Satz erwischte Emlichheim den souveräneren Start und zwang Bonn beim 2:5 früh zur ersten Auszeit. Doch diesmal antworteten die #bizepsvolleys mit spürbarer Energie. Die Annahme stabilisierte sich, das Zuspiel wurde variabler, und vor allem über die Außenpositionen setzte Bonn immer wieder wirkungsvolle Akzente. Es folgten intensive Ballwechsel, lange Rallyes und ein offener Schlagabtausch auf höchstem Niveau. Beim 22:22 schien der Satzgewinn zum Greifen nah. Doch erneut behielt Emlichheim die Nerven und entschied den Satz mit 25:23 für sich.
Im dritten Durchgang kippte die Partie dann spürbar. Früh gerieten die Bonnerinnen mit 3:8 und 3:10 ins straucheln und fanden keinen Zugriff mehr auf das Spielgeschehen. Emlichheim erhöhte den Druck von der Grundlinie, setzte die Bonner Annahme unter Dauerstress und verwertete die daraus resultierenden Chancen kompromisslos. Während auf Bonner Seite die Durchschlagskraft im Angriff zunehmend fehlte, spielte Emlichheim strukturiert, ruhig und effizient. Der Rückstand wuchs kontinuierlich, bis der Satz mit 13:25 deutlich an die Gäste ging.
Zum MVP auf Bonner Seite wurde verdient Libera Lina Adams gewählt, die mit großem Einsatz in Annahme und Abwehr überzeugte. Die goldene Medaille auf Seiten von Emlichheim erhielt Emily Tranel.
Für die #bizepsvolleys gilt es nun, die Partie schnell abzuhaken und den Fokus nach vorne zu richten: mehr Stabilität in allen Elementen, mehr Klarheit und Mut in den entscheidenden Ballwechseln. Nach zwei spielfreien Wochenenden bietet sich am 7. März vor heimischer Kulisse die nächste Chance zur Wiedergutmachung – dann soll der Hardtberg gegen die Talente aus Schwerin verteidigt werden.
MVP Gold: Emily Tranel (SCU Emlichheim)
MVP Silber: Lina Adams (SSF Bonn)

