Die Essener Swim & Fun Days gehören seit vielen Jahren zu den traditionsreichen Wettkämpfen der frühen Langbahnsaison. Im Jahr 2026 wurde der Wettkampf bereits zum 25. Mal ausgetragen. Veranstalter und Ausrichter war die Startgemeinschaft Essen e.V., geschwommen wurde vom 27. Februar bis 1. März 2026 im Schwimmzentrum Essen-Rüttenscheid. Das Meeting war im Jubiläumsjahr zudem offiziell als „Road to DJM“ ausgeschrieben und hatte damit gerade zu diesem frühen Zeitpunkt der Langbahnsaison eine besondere Bedeutung: Für viele Nachwuchsschwimmerinnen und -schwimmer bot sich hier bereits eine frühe Möglichkeit, Qualifikationszeiten für die Deutschen Jahrgangsmeisterschaften (DJM) im Sommer 2026 zu erzielen.
Auch die Rahmenbedingungen unterstrichen den sportlichen Anspruch der Veranstaltung. Geschwommen wurde auf einer 50-Meter-Bahn mit acht Bahnen, Wellenkiller-Leinen und automatischer Zeitnahme. Dazu kam ein attraktives Wettkampfformat mit Vorläufen und Finals, das den Swim & Fun Days seit Jahren einen besonderen Stellenwert verleiht. Neben den A-Finals für die älteren Jahrgänge gab es auch Jugend- und Kids-Finals, sodass sowohl leistungsstarke Nachwuchsschwimmerinnen und -schwimmer als auch erfahrene Aktive auf ihre Chancen kommen konnten.
Dass die Veranstaltung weit mehr ist als ein gewöhnliches Einladungsschwimmen, zeigte auch 2026 wieder die Besetzung. Die SG Essen selbst hob in ihrem Jubiläumsrückblick hervor, dass unter anderem Olympiateilnehmer Melvin Imoudu am Start war. Damit bestätigten die Swim & Fun Days erneut ihren Ruf als hochwertiger Wettkampf zwischen Nachwuchsförderung und Spitzensport.
Mitten in diesem stark besetzten Teilnehmerfeld präsentierten sich die SSF Bonn in hervorragender Form. Über das gesamte Wochenende hinweg zeigte das Team eine geschlossene und leistungsstarke Mannschaftsleistung. Insgesamt standen für die Bonnerinnen und Bonner 367 Starts, 60 Finalteilnahmen, 50 Podestplätze und 181 persönliche Bestzeiten zu Buche. Damit war der Auftritt in Essen nicht nur in der Breite erfolgreich, sondern auch mit Blick auf die Leistungsentwicklung ein starkes Signal zu Beginn der Langbahnsaison.
Zu den herausragenden Bonner Athletinnen zählte Hanna Hattingh (Jahrgang 2013), die mit neun Podestplätzen besonders überzeugte. Sie gewann den Vorlauf über 50 m Rücken in 33,90 Sekunden und belegte unter anderem Rang zwei im Finale über 50 m Rücken in 33,41 Sekunden sowie über 100 m Rücken in 1:12,88 Minuten. Hinzu kamen weitere Podestplatzierungen über 50 m Freistil, 100 m Freistil, 200 m Freistil und 200 m Rücken.
Auch Drago Hohn (2016) gehörte zu den erfolgreichsten Bonner Aktiven. Er gewann das Finale über 50 m Brust in 44,82 Sekunden und erschwamm darüber hinaus Rang zwei über 50 m Rücken und 50 m Freistil. Dazu kam ein dritter Platz im Vorlauf über 50 m Brust. Gerade in den Nachwuchsfinals zeigte sich damit, dass die SSF Bonn auch in den jüngeren Jahrgängen sehr stark aufgestellt waren.
Für weitere Siege sorgten Lientje Laurine Lutz-Dettmer (2016) über 50 m Freistil in 36,71 Sekunden, Lotte Preißler (2011) über 200 m Brust in 2:45,13 Minuten, Max Schaffrath (2010) über 50 m Rücken in 28,44 Sekunden, Mirja Lockmann (2011) über 50 m Rücken in 32,06 Sekunden sowie Theodor Grüß (2012) über 100 m Rücken in 1:03,07 Minuten.
Auch hinter diesen Einzelsiegen stand eine große Bonner Leistungsdichte. Daniel Ryvkin (2013) kam auf vier Podestplätze, darunter Rang zwei über 50 m Freistil und Rang drei über 200 m Freistil. Josephine Lilli Johanna Saldsieder (2014) sammelte ebenfalls vier Podestplätze, darunter Rang zwei über 100 m Brust und zwei dritte Plätze über 50 m Brust. Anna Daman (2013) schwamm über 100 m Brust auf Rang zwei, Lumi Hari Wagner (2013) belegte sowohl im Vorlauf als auch im Finale über 50 m Brust Platz zwei. Auch Ida Pollehn, Mia Pollehn, Lasse Anhalt, Christian Krause und Theresa Klose trugen mit Podestplatzierungen zur starken Bonner Gesamtbilanz bei.
Besonders wertvoll war das Wochenende auch mit Blick auf die DJM-Qualifikation. Bereits früh in der Saison gelangen den SSF Bonn weitere oder wiederholte Normerfüllungen: Lotte Preißler (Jg. 2011) unterbot über 200 m Brust in 2:45,13 Minuten die geforderte Zeit ebenso wie Max Schaffrath (Jg. 2010) über 50 m Rücken in 28,44 Sekunden und Theodor Grüß (Jg. 2012) über 100 m Rücken in 1:03,07 Minuten. Dass weitere Normen in Reichweite sind, zeigte unter anderem Mirja Lockmann (Jg. 2011), die die Qualifikationszeit über 50 m Rücken nur um wenige Hundertstel verpasste.
So wurde das Jubiläumsmeeting in Essen für die SSF Bonn zu einem rundum erfolgreichen Wochenende. Viele Finalteilnahmen, zahlreiche Medaillen und eine hohe Zahl an Bestzeiten belegen, dass das Team früh in der Saison bereits in sehr guter Verfassung war. Gleichzeitig boten die Essener Swim & Fun Days den passenden Rahmen, um sich auf der Langbahn mit starker Konkurrenz zu messen und wichtige Standortbestimmungen mit Blick auf die kommenden Monate vorzunehmen.
Axel Werkhausen






