Foto: Stefan Wiede

Die Bonner Dragons unterlagen am zweiten Doppelspieltagswochenende zuerst dem TV Schriesheim mit 7:4, konnten sich aber anschließend mit 6:5 gegen Wernigerode durchsetzen.

Für die Bonner Dragons stand am vergangenen Wochenende ein schwieriger Doppelspieltag an. Man traf erst am Samstag zu Hause auf den TV Schriesheim und dann am Sonntag auswärts auf die Red Devils aus Wernigerode.
“Uns war bewusst, dass es ein anspruchsvolles Wochenende für uns werden wird”, meint auch der erfahrene Defensivstratege der Bonner, Lukas Lüke.
In der Vorsaison musste man sich beiden Teams geschlagen geben, das sollte sich diesmal aber ändern. Man sei gut vorbereitet gewesen und hochmotiviert, dass die Spiele diesmal einen anderen Ausgang erreichen würden, so Lüke.
Und gegen Schriesheim ging es dann auch direkt gut los. Florian Weißkirchen war es, der in der fünften Spielminute auf Vorlage von Ex-Schriesheimer Adrian Braune zum 1:0 vollstreckte.
Eine gute Defensivleistung über alle drei Reihen und ein konsequentes Durchsetzen der eigenen Spielidee sorgte dann dafür, dass sich die Bonner in der Folge immer mehr hochkarätige Chancen herausspielen konnten, die aber teilweise äußerst fahrlässig vergeben wurden. Somit ging es mit einem Zwischenstand von 1:0 aus Bonner Sicht in die erste Drittelpause.
Das zweite Drittel begann erneut mit einem frühen Bonner Treffer, diesmal war es Justin Obojiagbe auf Vorlage von Lukas Lüke, der auf etwas kuriose Weise auf 2:0 erhöhen konnte.
Anschließend entglitt den Bonnern aber die Kontrolle über das Spiel. Ein zu hektisches Aufbauspiel, schwache Pässe und allgemeine Nervosität sorgten dafür, dass Schriesheim den Weg zurück ins Spiel fand.
“Wir haben in dieser Phase aufgehört, unser Spiel durchzuziehen und wurden dafür sofort bestraft”, meint auch Lüke.
Schriesheim gelang in dieser Phase, trotz der sehr starken Leistung von Goalie Alex Knoop, nicht nur der Anschlusstreffer, sondern auch der Ausgleich. Und auch das Bonner Time-Out schien nicht den gewünschten Effekt zu haben. Den Dragons gelang es im weiteren Spielverlauf nicht mehr, die Kontrolle über das Spiel zurückzugewinnen.
Zwar konnte man zu Beginn des dritten Drittels in Überzahl nochmals die Führung übernehmen, anschließend folgten aber zumindest aus Bonner Sicht zwei Minuten zum Vergessen. Zwischen der 53. und der 55. Spielminute gelang es Schriesheim nämlich, drei Tore zu erzielen und das Spiel somit zu drehen.
“Wir haben es leider verpasst, das Spiel wieder an uns zu reißen und stattdessen das Spiel in diesen zwei Minuten verschenkt”, so auch Lüke.
Zwar gelang den Bonnern noch einmal der Anschlusstreffer, dieser wurde durch einen erneuten Schriesheimer Doppelschlag aber wieder zunichtegemacht. Am Ende war es also eine 4:7 Heimniederlage aus Bonner Sicht.

Die Bonner Dragons hatten am Sonntag gegen die Red Devils Wernigerode also Wiedergutmachungsbedarf. Und so startete man auch ins Spiel. Eine konzentrierte Defensivleistung und ein gutes Angriffsspiel über alle drei Reihen hinweg wurden dann im ersten Drittel gleich dreimal vom Torerfolg gekrönt.
“Wir waren in dieser Phase sehr gut aufgelegt und haben dem Gegner keine Chance gelassen ins Spiel zu kommen”, so Lukas Lüke.
Einziges Manko in der Anfangsphase blieb aber erneut die Chancenverwertung. Man habe es sich im Spielverlauf selbst schwer gemacht, weil man zu viele klare Tormöglichkeiten liegen gelassen hätte, so Lüke.
Und so konnte man am Ende nach zwei vermeidbaren Gegentoren nur mit einer knappen Führung in die erste Drittelpause gehen. Und diese schnelle Reaktion des Gegners schien die Bonner verunsichert zu haben.
Das zweite Drittel hatte dann einen komplett anderen Verlauf. Bonn ließ sich immer weiter zurückdrängen und ließ durch schwaches Blocken auch zu viele Schüsse auf das eigene Tor zu. Und die Red Devils wussten das zu nutzen und drehten direkt in den ersten beiden Minuten des zweiten Drittels das Spiel.
Anschließend fingen sich die Bonner zumindest defensiv wieder und konnten nach 30 Spielminuten sogar den Ausgleich nach einer Zeitstrafe gegen Wernigerode erzielen.
“Im letzten Drittel haben wir dann Charakter gezeigt und bewiesen, dass wir uns diesen Sieg verdient haben”, meint Lukas Lüke.
Erst konnten die Bonner durch Adrian Braune den Führungstreffer erzielen und anschließend eine zweiminütige Zeitstrafe unbeschadet überstehen. Als dann noch Jan Zwak vier Minuten vor dem Ende das 6:4 erzielte, standen die Weichen aus Bonner Sicht eindeutig auf Sieg. Wernigerode konnte zwar nochmal verkürzen, aber am Ende war es ein verdienter 6:5 Auswärtssieg für die Bonner Dragons.

Leander Leyhe

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